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Ovens-Browning-Cup 2006

Nachdem in der Vergangenheit immer wieder das Wetter uns das Leben schwer machte, konnte dieses Jahr, wie im Vorjahr auch, die Veranstaltung bei strahlendem Sonnenschein durchgeführt werden. Eine konstante Wetterlage mit Ostwind, angenehme Temperaturen und optimale Wasserstände rundeten die Rahmenbedingungen ab. Viele Angler waren schon seit mehreren Tagen vor Ort und am Testen. Der Fisch zeigte sich in der gesamten Woche kooperativ und für die Veranstaltung war die Erwartungshaltung der Teilnehmer entsprechend.

Am Samstag wurde in der Treene bei Schwabstedt in den Sektoren A und B gefischt. Hier war nur das Angeln mit der Pose zugelassen. In der Eider bei Süderstapel war auf der Oststrecke (Sektor C) die Angelart freigestellt, auf der Weststrecke in Sektor D durfte nur auf Grund gefischt werden und in Sektor E war wiederum die Pose vorgeschrieben.

Der Zweck der vorgegebenen Angelarten liegt darin, dass die Teams ihre Leute ihren Fähigkeiten nach entsprechend einsetzen können (und müssen). Außerdem wollen wir auch einfach eine Veranstaltung etwas anders aufziehen. Da wir mehrere Fischen im Jahr organisieren sollen sich diese auch voneinander unterscheiden. Ein Novum war auch das Team Browning Backstage. Die Mannschaft um Frerk Petersen (Manager für Marketing und Public Relation bei Zebco Sports Europe) wollte sich auch mal wieder an die angelnde Front begeben. Da einer der Vorgesehen dann doch nicht teilnehmen konnte wurde die Truppe dann kurzerhand mit Matthias Weigang verstärkt. Zum Ergebnis dann später mehr.

Neben Teams aus dem norddeutschen Raum waren auch wieder Teilnehmer aus den anderen Teilen der Republik vertreten, ebenso wie mehrere dänische Mannschaften. Für eine Angelzeit von 5 Stunden lohnt sich eine weitere Anreise schon eher. Außerdem gab es am Sonntag dann noch ein Tandemfischen als Anschlussveranstaltung.

Die Sektoren waren für die Wertung noch mal in Halbsektoren unterteilt (?französische Wertung)", um möglichst faire Ergebnisse zu erhalten. Für die Einzelwertung wurden dann die jeweiligen Halbsektorensieger miteinander verglichen dann die Zweiten, die Dritten .... Pro Fisch kamen zum Gewicht dann weitere 100 Punkte dazu. Die Auswertungen der letzten Jahre haben so doch ziemlich ausgeglichene und somit spannende Teamergebnisse zur Folge gehabt.

Am Samstag wurde dann 5 Stunden von 9:30 Uhr bis 14:30 Uhr geangelt. Die Rahmenbedingungen super, aber wie immer die Frage: Spielen die Fische mit? Die Antwort ein klares: ?Jein".

Laut Gezeitenkalender sollte das Wasser während der Angelzeit laufen. Tat es auch. Normalerweise sind das optimale Voraussetzungen, aber in der Eider war der Strom in einigen Abschnitten so hart, dass die Körbe mit 120g noch ?rumhoppelten". Dies hatte zur Folge dass die Fische bockig wurden. In der Treene machte die Strömung nichts aus, die Treene kann auch einfach so launisch sein. Während in einigen Abschnitten super gefangen wurde, waren manchmal auf 10-12 Plätzen nur ein Wechsel zwischen Not und Elend zu verzeichnen.

In der Treene, den Sektoren A und B, wurde das gesamte Posenspektrum gefordert. Es wurden Fische mit der Speedrute, mit der Kopfrute, auf Lang/Lang mit der Bolo und dem Waggler erbeutet. Bei einem 30 bis 40m breiten Wasser müssen über 5 Stunden halt alle Punkte abgeklopft werden. Die Fänge waren sehr unterschiedlich. Die Brassen hatten sich wohl in einigen Bereichen richtig zusammengezogen, in anderen Bereichen fing man nur einige Kleinfische, ein Stück weiter ging es darum 30-40 Kleinfische zu erbeuten. Die großen Stückzahlen blieben komplett aus.

Im Sektor A1 konnte Jan-Willi Kupperschmidt (Browning-Ovens-Team 1) auf A17 mit 41 Fischen über 30kg erbeuten. Er fing 1 ½ Stunden mit der Kopfrute und wechselte dann auf die Matchrute um kontinuierlich weiter Brassen zu fangen. In der anderen Sektorenhälfte langten Ingo Peate (ASV Sulingen 2) 54 Fische um mit 8200 Punkten eine Platzziffer 1 für sein Team zu holen

Im Sektor B1 ging es dann auf den Plätzen 61-64 rund. Jörg Battermann (VNS Goslar 2) erzielte hier auf Platz 63 dann einen neuen Veranstaltungsrekord. Mit der langen Schnur und später mit der Kopfrute fing er 47,88 kg (61 Fische, es waren auch 11 Rotaugen dabei). Seine Nachbarn fingen 28 bzw. 24 kg. Nur wenige Plätze weiter ging es darum ein paar Kaulbarsche oder Rotaugen zu überlisten.   In der 2. Hälfte gewann Herbert Renze (Tubertini Meppen) auf B99 mit 112 Fischen und 7640g Gewicht den Halbsektor. In beiden 2. Sektorenhälften nutzen die jeweiligen Endplatzangler souverän diesen Vorteil aus und holten für ihre Mannschaften die optimale Platzziffer.

Der Sektor C konnte wie immer als der Abwechslungsreichste bezeichnet werden. Struktur der Strecke und die unterschiedlichen Möglichkeiten forderten die Angler. Da nur einige Teilnehmer es schafften im harten Strom regelmäßig große Fische zu fangen, wichen viele auf die Pose aus, um im Nahbereich für die Mannschaft zu punkten. Auf C47 fing Jörg Düwel 160 Fische mit einem Gewicht von 3520 g. In der 1. Sektorenhälfte fing Olaf Kaden auf C13 mit 15700g (24 Fische) das größte Gewicht in Sektor C. Die meisten der nachfolgenden Platzierungen wurden über die Stückzahl gemacht.

Im reinen Feedersektor D lief es wieder anders als erwartet. Durch den harten Strom der erst kurz nach Angelbeginn einsetzte hatten die meisten Angler bei der Entfernungswahl verwachst. Nur auf wenigen Plätzen wurde einigermaßen Gewicht erbeutet. Sven Tannert (SAV Bredstedt auf D14) erreichte als Einziger die 10 kg-Grenze und konnte mit 14000 Punkten bei 38 Fischen die erste Sektorenhälfte für sich entscheiden. Mit 14080 Punkten gewann Bastian Hölger (Mosella Bremen auf D39) nicht nur den 2. Halbsektor, sondern auch den Gesamtsektor. Er setzte auf Stückzahl und fing 100 Fische mit einem Gewicht von 4080g. Die Platzierungen wurden hauptsächlich von den Leuten erzielt die von vornherein die kurze Bahn (10-20m) für den Picker mit eingeplant hatten.

Im E-Sektor fielen die Fänge, bedingt durch die schweren Bedingungen, wieder recht durchwachsen aus. Peter Hansen (Browning Denmark) fing 109 Fische auf E59 und erreichte damit 14340 Punkte. Auf E101 Erzielte Stefan Kruse (Browning Team Niedersachsen) mit 144 Fischen 23860 Punkte und gewann den Halb- und Gesamtsektor. Werner Dittmann (Tubertini Meppen) fing mit der Bollo auf der kurzen Bahn das höchste Gewicht in der Eider. Mit 17500g und 51 Fischen holte er die Platzziffer 2 für sein Team.

Übersicht über die Sektorensieger:

A1: J.-W. Kupperschmidt Browning-Ovens-Team 1 35080 Punkte (41 Fische/35080g)
A2: Ingo Peate ASV Sulingen 2   8200 Punkte (54 Fische/2800g)
B1: Jörg Battermann VNS-Goslar 2 53980 Punkte (61 Fische/47880g)
B2: Herbert Renze Tubertini Meppen 18840 Punkte (112 Fische/7640g)
C1: Jörg Düwel Tubertini Meppen 19520 Punkte (160 Fische/3520g)
C2: Olaf Kaden Sagenhaft Schl.-Holst. 18100 Punkte (24 Fische/15700g)
D1: Sven Tannert SAV Bredstedt 14000 Punkte (38 Fische/10200g)
D2: Bastian Hölger Mosella Bremen 14080 Punkte (100 Fische/4080g)
E1: Peter Hansen Browning Denmark 14340 Punkte (109 Fische/3440g)
E2: Stefan Kruse Browning Niedersachsen 23860 Punkte (144 Fische/9460g)

An den Ergebnissen war ersichtlich, wie wichtig es war zwischen den Punkten zu variieren, jeden Fisch mitzunehmen und überhaupt die richtige Entscheidung zu treffen, wie lange man den jeweiligen Punkt beangelt. Wer zu lange auf die großen Fische wartete wurde fast in keinem Fall belohnt.

Bei der Eingabe in den PC fiel das Team Tubertini Meppen durch diverse Topergebnisse auf. Mehrere Mannschaften waren recht gut, aber die Meppener Mannschaft war bei der Dateneingabe unser Favorit. Mit Spannung erwateten wir das Ergebnis, nachdem das letzte Einzelergebnis eingegeben worden ist. Nach erfolgtem Knopfdruck dann die Riesenüberraschung.

Das Hansa Team konnte erstmalig die Veranstaltung gewinnen. Mit 4 Mann angereist und dem richtigen Ersatzmann von uns versehen entschieden fünf gute Ergebnisse zu Gunsten des Teams (Warneke, Butzi, Möller, Lappöhn, Timmersen) die mit der Platzziffer 25 (4/4/11/2/3) wohl als Überraschungssieger bezeichnet werden können.

Auf Platz 2 folgte das Team Sagenhaft Schleswig-Holstein mit der Platzziffer 29 (6/8/1/3/11) vor der Mannschaft von Tubertini Meppen mit der 32 (22/1/1/6/2). Wieder zeigte sich, dass das schlechteste Ergebnis und nicht das Beste einer Mannschaft über den Erfolg entscheidet.

Auf den weiteren Plätzen landeten das Browning-Ovens-Team 1 mit der Platzziffer 34 (1/15/5/3/10) und das Team Angelspezi Heide ebenfalls mit der 34 (2/14/3/7/8). (Anmerkung: in der Auswertung war durch falsch ausgefüllte Mannschaftskarten ein Fehler entstanden, so dass der vierte und der fünfte Platz nachträglich getauscht wurden). Die Plätze 6 bis 10 belegten Browning Team Bielefeld (39), Mosella Bremervörde (39), ASV Erfde/Stippergruppe Hemmoor (39), SAV Bredstedt (40 und Tubertini Niedersachsen (41).

Das Team Browning Backstage konnte 15 Teams hinter sich lassen und wurde mit der Platzziffer 70 (16/11/4/23/16) dann 32. Der Vollständigkeit halber möchte dabei erwähnen, dass Matthias Weigang dabei an dem ihm fremden Gewässer gleich im ersten Anlauf den 4. Platz in C2 belegte.

Am Sonntag dann wie gehabt das Tandemfischen als Finale des Ganzen. Die 40 Tandems fischten in 2 Halbsektoren. Ein Sektor lag im D-Sektor des Vortages auf den Nummern 11-39 und der andere Halbsektor auf den Nummern 55-82 (E-Sektor).

Da fast zur gleichen Zeit wie am Vortag gefischt wurde und das Wetter unverändert war waren die Bedingungen sozusagen identisch. Es gab eine reine Gewichtswertung und je einer der Tandempartner musste auf Grund und Einer mit der Pose fischen. Die Fänge waren in den letzten Jahren am 2. Tag immer gut. Die Angler begannen wegen der zu erwartenden Strömung kürzer als am Vortag. Im linken Halbsektor blieben die Fänge trotzdem hinter den Erwartungen zurück. Mit 17500 g bei 76 Fischen war das Ergebnis in der vierstündigen Session allerdings schon deutlich besser als am Samstag. Im hinteren Halbsektor kamen dann aber wesentliche höhere Gewichte zustande. Den stromabwärtigen Endplatz zog hier das starke Duo Ralf Siebert und Alexander Quell (Mosella Bremervörde). Eigentlich wäre das auch eine klare Sache gewesen, wenn nicht Matthias Weigang, der zusammen mit Jörg Ovens fischte, hier seine Qualitäten mit der Feederrute unter Beweis gestellt hätte. Auf dem Platz nebenan gelang es ihm das schwierige Beisverhalten unter Kontrolle zu bekommen und den Fisch auf den Feederpunkt zu stellen. Das Ergebnis wurde dann von Jörg mit der Bolo entsprechend abgerundet. Das Resultat war dann der klare erste Platz im Halbsektor und auch der Sieg beim Supercup.

Die erfolgreichsten Tandems:

1. Browning Team   2 Matthias Weigang/Jörg Ovens 121 Fische / 43380 g
2. Browning Team   1 Mathias Henfling/Dirk Sönksen 76 Fische / 17520 g
3. Mosella Bremervörde 1 Ralf Siebert/Alexander Quell 94 Fische / 26700 g
4. Browning Team 3   Rüdiger Hansen/Ulrich Prehn 121 Fische / 14000 g
5. Team Mosella Thomas Vielmeier/Stefan Runge 53 Fische / 23120 g
6. MSD Veervort / L. Lindemann 84 Fische / 13540 g

Die Rahmenbedingungen waren Klasse, das Angeln teilweises schwierig (selektierend) und die Gesamtstimmung unter den Anglern hervorragend. Wir hoffen Euch unter diesen Vorzeichen auch im nächsten Jahr am letzten Septemberwoche wieder an Eider und Treene begrüßen zu können.

Rüdiger Hansen

 
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